Hörgeräte Versorgung in Zeiten der Covid-19 Pandemie

Hörakustikfachgeschäfte gehören zu den systemrelevanten Einrichtungen zur Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung. Aufgrund dieser Regelung ergeben sich einige Fakten, die wir mit unseren Leser*innen teilen möchten. Wir weisen vorsorglich darauf hin, sich vor einem Termin bei Ihrem Hörakustik-Fachbetrieb telefonisch zu informieren.

Das Wichtigste für Kunden/-innen im Überblick:

  • Hörakustik-Fachbetriebe können grundsätzlich zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet bleiben.

  • Termine können weiterhin durchgeführt werden. Sie müssen nicht zwangsläufig abgesagt oder um Wochen verschoben werden.

  • Zusätzlich zu den bisherigen hohen Standards wurden die Hygienemaßnahmen und Arbeitsabläufe vielerorts an die Lage angepasst.

  • Die Inhaber der Fachbetrieben achten auf den Schutz ihrer Mitarbeiter, ihrer Kunden und die Einhaltung etwaiger Quarantäneverordnungen.

  • Hörakustiker versenden auch Batterien und Pflegemittel per Post.

  • Hörgerätehersteller und Zubehörlieferanten bestätigen eine lückenlose Belieferung ihrer Produkte an Hörakustikfachgeschäfte.

Zu beachten ist natürlich, dass Sie grundsätzlich lediglich in Geschäfte gehen sollten, wenn Sie sich gesund fühlen und sich in den letzten 14 Tagen nicht in einem der bekannten Risikogebiete aufgehalten haben oder mit nachweislich infizierten Personen engen Kontakt hatten.

Zudem gilt es, körperliche Nähe ohne geeignete Schutzmaßnahmen möglichst zu vermeiden und die behördlich festgelegten Hygiene-Vorschriften einzuhalten.

Hörgeräteversorgungen und Termine weiterhin möglich

Alle bestehenden und neuvereinbarten Termine werden in der Regel, soweit es die aktuelle Lage erlaubt, durchgeführt.

Aufgrund der individuellen Gefahrenabwägung für Menschen, deren Angehörige oder in dem Fall, dass sie sich selbst in Quarantäne befinden, gibt es Fachbetriebe, die Pflegemittel, Batterien oder Trockungssets per Post versenden.

Tipps für Ihren Besuch im Hörakustikfachgeschäft in Zeiten der COVID-19 Pandemie

  • Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, liegt es nahe, das Hörakustikfachgeschäft nur zu besuchen, wenn Sie sich auch gesund fühlen.

  • Vereinbaren Sie vorab einen Termin mit Ihrem Hörakustikfachgeschäft, um ein mögliches, erhöhtes Ansammeln von Menschen zu vermeiden und die aktuellen Öffnungszeiten zu erfragen. Diese können variieren.

  • Betroffene, welche in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können nach der Option eines Hausbesuchs fragen.

  • Viele Hörakustikfachgeschäfte haben ihren Hygienestandard deutlich erhöht, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Nutzen Sie daher das Hygieneangebot zur Handreinigung und Desinfektion.

  • Informieren Sie sich vorab über die Möglichkeiten einer Fernbetreuung durch das betreuende Hörakustikfachgeschäft.

  • Prüfen Sie vorab, ob Sie noch genügend Batterien und Reinigungszubehör für Ihre Hörsysteme haben, um unnötige Gänge zu vermeiden. Da die Zufuhr von Hörgeräten und Zubehör ununterbrochen gesichert ist, sind sogenannte Hamsterkäufe nicht erforderlich.

Option Teleaudiologie?

Einigen Meldungen zum Trotz: Aufgrund der Tatsache, dass teleaudiologische Lösungen, also die Fernbetreuung und Einstellung der Hörgeräte durch Hörakustiker*innen via Online-Support, Hörakustik-Fachbetrieben erst seit Kurzem zur Verfügung steht und nicht von allen Herstellern angeboten wird, ist dieser Service vielerorts nicht verfügbar.

Nicht jeder Hörakustiker verfügt über die zeitlichen und personell notwendigen Kapazitäten einen solchen Online-Betreuungsdienst anzubieten, da dieser oftmals parallel zum regulären Tagesgeschäft erfolgt. Daher kann auch hier eine telefonische Nachfrage, ob diese Option zur Verfügung steht, nicht schaden.

Zum Schluss: Wir bitte Sie, sich an die Empfehlungen der verantwortlichen Stellen zu halten, um sich selbst und ihre Lieben zu schützen. Kommen Sie gut durch diese Zeit! In der Hoffnung, bald wieder zur gewohnten Normalität zurückkehren zu können.